Zwischen Revitalisierung und Neubau
16.07.2026
Im Rahmen der Mastervorlesung „Hochhauskonstruktion” hatten wir die Möglichkeit, gleich zwei Hochhausbaustellen zu besuchen. Insbesondere der Kontrast zwischen dem Revitalisierungsprojekt ParX Towers, eines der ältesten Hochhäuser Frankfurts, und dem Neubau des Central Business Towers, mitten im Finanzdistrikt Frankfurts, war ein spannender Vergleich in der Entwicklung des Hochhausbaus. Vielen Dank an unseren Referenten des Moduls, Dr. Gerd Remmel vom Ingenieurbüro Remmel und Sattler, für die Organisation der Exkursion.
Die Exkursion begann in der Bockenheimer Landstraße 10. Von dort aus konnten wir schon von Weitem die neuen Fassadenelemente im Stil des Originalentwurfs des Architekten Sep Ruf am unteren Gebäudeteil entdecken. Bevor wir das Gebäudeensemble aus dem Jahr 1965 besichtigten, erklärte uns Thomas Fischer von der RSP mbH die Schwierigkeiten des Projekts, die beispielsweise durch die Aufstockung um ein zusätzliches Geschoss und die im Laufe der Jahre durchgeführten Verstärkungsmaßnahmen entstanden sind. Nach der kurzen Einführung ging es bis auf die zukünftige Dachterrasse, von der aus wir einen vollständigen Blick auf die Skyline Frankfurts hatten. Auf dem Weg konnten wir die Umbaumaßnahmen am Hochhauskern sowie die alten Querkraftverstärkungen, der Deckenunterzüge und die Aufstockung erkunden.
Bereits von der zukünftigen Dachterrasse des ParX Towers aus konnten wir die zweite Station unserer Exkursion entdecken. Das 100-m-Schild des Central Business Towers kennzeichnet einen Meilenstein des Megaprojektes. Für die Führung bedanken wir uns bei OFB Projektentwicklung GmbH. Die Baustellenführung begann in den Untergeschossen, in denen nur noch an einzelnen Stellen Spuren der aufwendigen Deckelbauweise zu finden sind. Über die restaurierte Rotunde im Empfangsbereich ging es mit dem Fahrstuhl bis in den 30. Stock, wo die Studierenden direkten Einblick in den Bauablauf des Hochhauses erhielten. Neben den Kletterschalungen der Hochhauskerne faszinierte insbesondere die Halbfertigteilbauweise mit Unterzügen als Konstruktionsverfahren. Die Systematik der Rasterdecken, die bereits beim CPX Tower angewendet wurde, wird im modernen Hochhausentwurf wieder attraktiver, da so sowohl das Eigengewicht als auch der Materialeinsatz gesenkt werden können. Die Exkursion wurde schließlich mit einem gemeinsamen Imbiss beendet.
Wir bedanken uns für die Möglichkeit, unseren Studierenden diesen Einblick in die aktuellsten Bauprojekte zu ermöglichen!